.Myriam Schoen
Myriam arbeitet zwei Tage in der Woche
in der Creahm Werkstätte
und dies schon seit ihrer Eröffnung 1998. Seit 2007
ist sogar noch ein dritter Tag dazu gekommen.
Sie besitzt einen Schlüssel zum Atelier, fühlt
sich darin als Hausherrin: das Geschirr, die Kaffeereserve,
der Inhalt des Kühlschranks... alles steht unter ihrer
Obhut, auch bestimmt sie meist, welche die Hintergrundmusik
zu sein hat.
Durch ihre Bewegungsstörungen bedingt, die ihr den
Gebrauch von Pastellfarben und Farbstiften nur mit großen
Schwierigkeiten ermöglichen, entscheidet sie sich meist
dafür, mit einem Pinsel zu malen.
Anfangs mit Acrylfarben arbeitet sie seit etwa einem Jahr
nun mit Oelfarben, was die Entwicklung ihres Stil mitbestimmt.
Immer subtiler werden die Nuancen und Uebermalungen. Es kommt
vor, dass sie Diptichen oder Triptichen malt oder sogar mal
grössere Serien, die zum Beispiel die 12 Monate darstellen.
Ihre Werke können nicht wirklich als realistisch bezeichnet
werden. Einfache Elemente werden in stark kontrastierenden
Farbfeldern über die Fläche verteilt und rufen
beim Betrachter unweigerlich Erinnerungen an Landschaften
wach. Man wird dazu verleitet, darin herum zu spazieren,
sie zu überfliegen, zu überschweben… Erde,
Wasser, Luft sind zu einer hellen, sonnigen Einheit verschmolzen.
Kraftvolle schwarze Strichzüge trennen einzelne Farbsegmente
deutlich ab oder rytmisieren das Bild und scheinen das Auge
des Betrachters subtil zu leiten.
Die intensiven Farben ihrer Bilder leben, hinterfragen und
zeigen sehr kraftvolle und idealistische Darstellungen der
Natur. Der Mensch ist darin integriert und Zuschauer zugleich.
Myriams kosmische Visionen geben uns
Einblick, in eine sehr reiche und sensible Persönlichkeit, die auf der Suche
nach einer originellen Ästhetik ist.
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