.Véronique Bovet
Véronique BOVET arbeitet zwei Tage in der Woche in
den Creahm Werkstätten.
Sie ist in Ihrer Arbeit konzentriert und beweißt große
Ausdauer. Man spürt sehr deutlich, wie wichtig und ernst
die künstlerische Arbeit in ihren Augen zu sein hat.
Zielstrebig geht sie ans Werk, organisiert ihre Arbeit
bis ins kleinste Detail und beendet ein angefangenes Bild
sorgfältig,
während dessen sie sich im Geist schon Gedanken über
das Sujet des Nächsten macht.
Einfache, klare und zugleich elegante Formen werden mit
großer
Sicherheit aufs Papier gebracht und stellen ein markantes
Merkmal der künstlerischen Arbeit von Véronique
BOVET dar. Gesichtszüge und Formen werden in harmonischer
Regelmäßigkeit gezeichnet, die entstehenden Zwischenräume
dann in verschiedenen Graunuancen oder auch in intensiven
Farben kraftvoll ausgemalt. Die Kompositionen werden auch
manchmal mit kleinen dekorativen Elementen im Hintergrund
sehr ordentlich ausgefüllt.
Ihre bevorzugten Sujets sind Porträts oder Gruppenbilder
von ihr bekannten Menschen oder Freunden. Sie malt und zeichnet
auch vielmals Werkstätten, das Creahm-Atelier oder andere
Arbeitsorte mit all ihren Werkzeugen, Möbeln usw. Zuweilen
lässt sie sich auch von Abbildungen inspirieren, die
sie in freier Interpretation nachmalt.
Die Portraits entstehen aus dem Gedächtnis und die Art
und Weise, wie die verschiedenen Personen dargestellt werden,
kann sehr eigenwillig sein und wird von Véronique
allein bestimmt.
Bei den Abbildungen von verschiedenen Werkstätten sind
vor allem die räumliche Anordnung und die verschiedenen
Blickwinckel auf ein und demselben Bild sehr interessant.
Es entstehen außerordentlich faszinierende Bilder.
Veronique bevorzugt ins- besondere die wiederholte Darstellung
von einzelnen Objekten: Bücherregale, Farbtöpfe,
an der Wand befestigtes Werkzeug, Wollknäuel. Diese
häufen sich und differenzieren sich allein Dank ihrer
verschiedenen Farben.
Ihre Portraits zeichnen sich vor allem durch die Intensität
der Blicke aus. Die grossen Augen mit weit ausgedehnten
Pupillen starren einen ganz still und friedlich an, wie
ein fragender Spiegel, der den Betrachter mit sich selber
zu konfrontieren scheint.
|